Nach den massiven Verzögerungen bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen an bayerischen Autobahnen hat die Bundesregierung die Aufarbeitung der Probleme begrüßt. Es sei eine schwere Panne passiert, die sehr ernsthaft und bedauerlich sei, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert. Daher sei es wichtig, die Information der Betroffenen schnellstmöglich nachzuholen und Fehler zu analysieren, um solche Pannen künftig zu vermeiden.
Das Gesundheitsministerium und die Behörden in Bayern trugen weiter die genauen Zahlen und Details zusammen. Die Information der betroffenen Menschen lief auf Hochtouren. Anders als angekündigt will das Gesundheitsministerium aktuelle Zahlen aber nun doch erst morgen veröffentlichen - geplant war eigentlich heute Nachmittag. "Bis dahin werden weitere Daten abgearbeitet", sagt ein Ministeriumssprecher auf Anfrage.
Am Mittwoch hatte die Staatsregierung die dramatischen Ausmaße der Panne eingestehen müssen: 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warteten - Stand Mittwoch - nach Tests an bayerischen Autobahnen noch auf ihre Ergebnisse. Darunter waren nach ersten Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) auch 900 nachweislich positiv getestete; am Donnerstag sprach sie sogar von mehr als 1000. Die genaue Zahl war heute Abend aber noch unklar - ebenso wie die Herkunft der infizierten Reiserückkehrer.