Letztes Update:
20210102013048

19:20
13.08.2020
Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen. Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien abgeschlossen worden, teilten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides mit. Er sehe auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vor.
"Für die Leben unserer Bürger und für unsere Wirtschaft brauchen wir einen sicheren und wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus", kommentierte von der Leyen. "Die heutigen Gespräche bringen uns dem näher." Ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor bereits mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK abgeschlossen. Bei ihnen ging es um den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Foto: Fabrice Coffrini/KEYSTONE/dpa

18:56
13.08.2020
Bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mehr globaler Zusammenarbeit aufgerufen. Das sei auch im Eigeninteresse der Länder, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Die Weltwirtschaft könne sich erst nachhaltig erholen, wenn das Virus überall besiegt sei. Dazu müsse an möglichst vielen Impfstoffen geforscht werden, statt auf einzelne Kandidaten zu setzen.
"Übermäßige Nachfrage und Wettbewerb um das Angebot schafft bereits jetzt Impfstoff-Nationalismus und das Risiko von Wucher", sagt Tedros. "Das ist die Art von Marktversagen, die nur globale Solidarität, öffentliche Investitionen und Engagement lösen können." Neun der weltweit aktuell klinisch getesteten Impfstoffe stünden Staaten im Rahmen eines unter dem Dach der WHO geschaffenen Fonds zur Verfügung. Der sogenannte "ACT Accelerator" - ACT steht für Access to Covid-Tools, also Zugang zu Covid-19-Werkzeugen - braucht laut WHO 31,3 Milliarden Dollar. Erst ein Bruchteil des nötigen Geldes ist zugesagt.

18:44
13.08.2020
In Italien müssen sich Einreisende und Urlaubs-Rückkehrer aus Kroatien, Griechenland, Malta und Spanien künftig verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. Ein entsprechendes Dekret unterschrieb Gesundheitsminister Roberto Speranza. Die Regelung gilt bis vorerst 7. September in allen Regionen. Zuvor hatte Speranza mit Regionalvertretern verhandelt; in manchen Regionen waren zuletzt schon ähnliche Vorsichtsmaßnahmen in Kraft. Die neue Anweisung soll nun eine einheitliche Linie vorgeben.
Wer aus den vier Ländern nach Italien kommt, hat zwei Möglichkeiten: Entweder er legt einen negativen Test vor, der nicht älter als 72 Stunden ist. Oder er gibt bei der Einreise - etwa an einem Hafen oder Flughafen - einen Corona-Abstrich ab oder holt dies innerhalb von 48 Stunden bei der Gesundheitsbehörde in seinem Heimatort nach. Ob die Regelung auch bei Durchreisen ohne Aufenthalt - etwa für Nicht-Italiener bei der Heimfahrt aus dem Urlaub - gilt, das präzisierte das Gesundheitsministerium auf Anfrage zunächst nicht.