Der weltgrößte Tourismuskonzern Tui steht wegen des Reisestopps während der Pandemie tief in den roten Zahlen. Weil das Unternehmen im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni fast alle Urlaubsreisen absagen musste, verlor Tui unterm Strich rund 1,4 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor hatte Tui knapp 23 Millionen Euro Gewinn eingefahren. Der Umsatz sackte nun um 98,5 Prozent auf 72 Millionen Euro ab.
Seit der Wiederaufnahme der Reisen seien 1,7 Millionen Neubuchungen eingegangen, heißt es. Um die Krise zu überstehen, hat sich Tui inzwischen Staatshilfen im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert. Außerdem hat der Vorstand ein umfangreiches Sparprogramm angeschoben.
Derweil haben die meisten Kunden des Unternehmens, die ihre Reise wegen Corona-Risiken absagten, ihr Geld zurückerhalten. Nach Konzernangaben entschieden sich viele Urlauber aber auch für eine Umbuchung.