Letztes Update:
20210102013048

18:53
12.08.2020
Die Explosionskatastrophe in Beirut und die Pandemie haben Libanons Gesundheitssystem in eine tiefe Krise gestürzt. Mehr als die Hälfte der medizinischen Einrichtungen in der Hauptstadt seien nach der verheerenden Detonation im Hafen nicht mehr funktionsfähig, teilt die Weltgesundheitsorganisation WHO mit. Zugleich klettert die Zahl der täglich neu registrierten Corona-Fälle in dieser Woche auf ein RekordhochDrei große Krankenhäuser in Beirut seien bei der Explosion vergangene Woche so stark zerstört worden, dass in ihnen nicht mehr gearbeitet werden könne, sagt die WHO-Vertreterin im Libanon, Iman Shankiti. Zwei weitere Kliniken seien teilweise beschädigt worden. Es fehlen 500 bis 600 Betten. Das Gesundheitsministerium hatte am Vortag 309 neue Fälle gemeldet, die bislang höchste Zahl täglicher Neuinfizierungen. Damit verzeichnete das Land offiziell bisher mehr als 7100 Infektionen. Die Zahl der Toten in Verbindung mit dem Virus stieg demnach um sieben auf insgesamt 87Das Land habe nach der Explosion verständlicherweise andere Sorgen, sagt der WHO-Notfalldirektor für die Region, Richard Brennan. Der Kampf gegen das Coronavirus müsse aber weiterhin Priorität haben.

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

19:24
12.08.2020
UPDATE I Das Auswärtige Amt warnt wegen der Corona-Lage derzeit vor Urlaubsreisen in einige Teile Rumäniens, darunter Bukarest. Vor nicht notwendigen touristischen Reisen unter anderem in die Hauptstadt werde "derzeit aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt", heißt es auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes. Zuvor hatte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil eine für Mittwoch und Donnerstag geplante Reise nach Rumänien kurzfristig abgesagt. Zu seinem großen Bedauern habe er den Besuch in Bukarest verschieben müssen. "Für mich war es eine schwierige Abwägung, den wichtigen Austausch vor Ort dennoch durchzuführen - oder aber aus Fürsorgepflicht gegenüber meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der öffentlichen Gesundheit vorerst zu verzichten." Seine rumänische Amtskollegin Violeta Alexandru habe die Entscheidung mit großem Verständnis aufgenommen. Heil wollte bei dem Besuch unter anderem mit ihr über einen besseren Schutz für rumänische Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft und für Mitarbeiter in der Fleischindustrie beraten. Nach einer Häufung von Corona-Fällen waren die Arbeitsbedingungen vor allem osteuropäischer Beschäftigter in diesen Bereichen in Deutschland in den Blickpunkt gerückt. Mit der Ministerin solle es nun am Donnerstag eine Videokonferenz geben.