Letztes Update:
20210102013048

17:19
10.08.2020

Die Fußball-Bundesliga hat bei ihren Bemühungen für eine Rückkehr der Fußball-Fans in die Stadien vorerst eine Absage aus der Politik erhalten. "Tausende Zuschauer in den Stadien - das passt nicht zum aktuellen Infektionsgeschehen", teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. "Jetzt heißt es, keine vermeidbaren Risiken einzugehen. Das Konzept der DFL ist in der Theorie gut. Entscheidend ist in der Pandemie aber die Praxis im Alltag." Und auch von der Gesundheitsministerkonferenz wartete die Liga vergeblich auf positive Signale, zum Auftakt der Spielzeit 2020/21 Mitte September wieder vor Publikum zu spielen. Das habe aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit hieß es aus Teilnehmerkreisen.

Angesichts der wieder gestiegenen Corona-Fallzahlen herrscht Skepsis in der Politik, wie es Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ausdrückte. "Ich habe mich sehr für den Start von Geisterspielen eingesetzt, das läuft auch hervorragend. Aber bei vollen Stadion zum Bundesliga-Start bin ich außerordentlich skeptisch. Ich kann es mir derzeit nicht vorstellen", sagte der CSU-Chef in Nürnberg und betonte: "Es hätte auch eine verheerende Signalwirkung an die Öffentlichkeit. Sowohl was Kapazitäten im Medizinischen betrifft als auch gegenüber kulturellen Veranstaltungen."

Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

16:51
10.08.2020
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat die Fluggesellschaften zu raschen Rückzahlungen für ausgefallene Flüge wegen der Corona-Krise aufgefordert. Hunderttausende Verbraucher warteten immer noch auf die Erstattung von Vorauszahlungen, sagte die SPD-Politikerin. Viele zeigten großes Verständnis für die Lage der Fluggesellschaften, und das seit Monaten. "Aber die Airlines dürfen die Geduld der Kunden jetzt nicht überstrapazieren und ihr Vertrauen nicht aufs Spiel setzen." Die Verpflichtung, Tickets sehr zügig zu erstatten, sei glasklar EU-rechtlich vorgeschrieben. "Dieser Pflicht müssen alle Fluggesellschaften jetzt endlich nachkommen."
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnte bei der staatlich gestützten Lufthansa Tempo an. "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte vzbv-Chef Klaus Müller den Partnerzeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Die Airline müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten. Lambrecht betonte, die Fluggesellschaften müssten Kunden auch transparent darüber informieren, wann sie eine Erstattung erhalten. "Zudem ist wichtig, dass bei allen Stornierungen, die jetzt noch folgen, Ticket-Erstattungen automatisch und ohne weiteren Aufwand für die Kunden erfolgen."