Für binationale Paare ohne Trauschein sind die coronabedingten Reisebeschränkungen aufgehoben. Seit diesem Montag dürfen unverheiratete Partner aus Nicht-EU-Staaten wieder nach Deutschland einreisen. Wegen der Regelungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie konnten sich zahlreiche Betroffene seit Monaten nicht mehr persönlich treffen.
Doch die Details der Regelung stehen in der Kritik: Neben einer Einladung des in Deutschland lebenden Partners und einer gemeinsam unterschriebenen Erklärung müssen die Paare nämlich nachweisen, dass ihre Beziehung dauerhaft angelegt ist - entweder durch einen früheren gemeinsamen Wohnsitz im Ausland oder durch ein vorheriges persönliches Treffen in Deutschland. Doch speziell die Voraussetzung eines Treffens auf deutschem Boden sorgt beim Verband binationaler Familien und Partnerschaften für Unmut: Innenminister Horst Seehofer (CSU) stelle die Betroffenen damit unter Generalverdacht, klagte Verbandssprecherin Carmen Colinas im Südwestrundfunk.