Angesichts steigender Infektionszahlen spricht sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gegen eine zweite Stilllegung des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens wie im Frühjahr aus. Ein weiteres Mal das ganze Land herunterzufahren, könne "nicht die Lösung" sein, sagt Laschet nach einem Treffen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). "Es war damals richtig, aber für die Zukunft brauchen wir gezieltere regionale abgestimmte Maßnahmen."
Ein Lockdown richte auch Schäden wie Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Insolvenzen an. Zugleich rechtfertigt Laschet die bundesweite Stilllegung vom März. Mit dem Wissen von damals sei das richtig gewesen. Ein Szenario wie in der italienischen Stadt Bergamo, wo Krankenhäuser angesichts der hohen Zahl der Corona-Infizierten überfordert waren, habe damals verhindert werden müssen.