Letztes Update:
20210102013048

16:09
08.08.2020
Ein renommierter Epidemiologe und ein führender Notenbanker fordern die erneute Verhängung strikter Ausgangsbeschränkungen in den USA. Bis es eine Impfung gebe, werde es ohne einen neuen Lockdown Millionen weitere Coronavirus-Infektionen und zahlreiche Todesfälle geben, aber keine nachhaltige Erholung der Wirtschaft, warnen der Epidemiologe Michael Osterholm und der Chef des Büros der Notenbank in Minneapolis, Neel Kashkari, in einem Gastbeitrag in der "New York Times". "Es gibt keinen Zielkonflikt zwischen der Gesundheit und der Wirtschaft", schreiben sie. "Beide verlangen es, das Virus aggressiv unter Kontrolle zu bringen."
Die Geschichte werde hart über Amerika urteilen, wenn die aktuelle Chance, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, nicht ergriffen werde. Sie schlagen die Verhängung von Ausgangsbeschränkungen in den Bundesstaaten für jeweils sechs Wochen vor, um die Zahl der Neuinfektionen von derzeit 50.000 bis 60.000 pro Tag mindestens auf wenige Tausend pro Tag zu reduzieren. US-Präsident Donald Trump und viele Gouverneure lehnen erneute einschneidende Beschränkungen des öffentlichen Lebens entschieden ab. Nach Ansicht vieler Gesundheitsexperten wurden die ursprünglichen Beschränkungen, die ab Ende März verhängt worden waren, zu schnell wieder aufgehoben. 

Foto: Christian Charisius/dpa/Archiv

15:16
08.08.2020
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) fordert dazu auf, "dass in der Schule Mund- und Nasenbedeckungen getragen werden sollten, wenn die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können". Das sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Angesichts der Corona-Pandemie sieht sie die Schulen vor Herausforderungen, wie es sie "vielleicht noch nie" gab. "Jetzt wünschen sich verständlicherweise viele die Rückkehr zum Präsenzunterricht. Die persönliche Begegnung ist für den Lernerfolg unstreitig von besonderer Bedeutung."
Gerade benachteiligte Schülerinnen und Schüler hätten unter den Schulschließungen besonders gelitten. "Denn sie erreichen wir mit digitalen Lernformaten noch nicht gut genug." Beim digitalen Lehren und Lernen sei es vorangegangen, auch wenn noch nicht alle Ziele erreicht seien: "Die Krise hat uns aber auch die Chancen digitaler Lernformate gezeigt", so Karliczek.