Letztes Update:
20210102013048

18:31
06.08.2020
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte warnt vor einem zweiten Lockdown und ermahnt die Bürger dringend, die Corona-Regeln einzuhalten. Touristen warnt er, belebte Plätze in Amsterdam zu meiden. Die Gefahr der Verbreitung des Corona-Virus sei groß, warnt Rutte in Den Haag. In den Niederlanden sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sehr schnell angestiegen.
Die Niederlande verschärfen die Auflagen für Restaurants und Cafés. Ab sofort gilt erneut die Reservierungspflicht für Gäste. Sie müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlassen. Reisende aus Risikogebieten sollen künftig schärfer auf Einhaltung der Quarantäne-Pflicht kontrolliert werden. "Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern, das geht nur gemeinsam", mahnt der Premier. Gezielt richtet sich der Premier an junge Leute. Haltet euch an die Regeln, sonst sitzen wir alle bald wieder zu Hause fest." Viele junge Leute verhielten sich verantwortungslos.

Foto: Pa Video/PA Wire/dpa

18:12
06.08.2020
Die Pannenserie der britischen Regierung im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie reißt nicht ab. Wie nun bekannt wurde, hat das Gesundheitsministerium in London 50 Millionen Schutzmasken gekauft, die nicht für den Gebrauch in Krankenhäusern tauglich sind. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. In einem Schreiben gestehen die Anwälte der Regierung ein, dass die Masken nicht für den Gebrauch im Nationalen Gesundheitsdienst NHS geeignet sind, weil sie mit Gummibändern an den Ohren anstatt hinter dem Kopf befestigt werden. Damit sei nicht gewährleistet, dass die Masken eng genug anliegen, so die Begründung.
Nach Schätzung der Nichtregierungsorganisation Good Law Project wurden für die Masken zwischen 156 und 177 Millionen Pfund (umgerechnet rund 173 bis 196 Millionen Euro ausgegeben). Was mit den Masken nun geschehen soll, ist noch unklar. Hinzu kommt, dass der Kauf von einem Regierungsberater eingefädelt wurde, der laut BBC gleichzeitig für die beauftragte Firma tätig war. Premierminister Boris Johnson sagte der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge, er sei "sehr enttäuscht", dass sich Lieferungen von Schutzmaterial als nicht geeignet herausstellten.