Letztes Update:
20210102013048

13:54
06.08.2020
Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zur ständigen Einhaltung der Maskenpflicht zu bewegen versucht, hat erhebliche Aufregung ausgelöst. Das ebenso umstrittene wie eindrucksvolle Video "Protégete, protégenos!" (Beschütze dich, beschütze uns!) zeigt am Ende eine Feuerbestattung und warnt die Maskenverweigerer: "Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske." Die sei "sehr schlechter Geschmack" und "pietätlos", klagten Nutzer von sozialen Netzwerken. Einige Medien bezeichneten die Kampagne als "hart" und "brutal" - aber Teilnehmer von TV-Talkshows entgegneten, die Sensibilisierung der Menschen sei angesichts des Anstiegs der Neuinfektionen und der unverantwortlich laschen Einstellung vieler Menschen nötig. In Madrid halten sich zwar nahezu alle an die auch im Freien geltende Pflicht zum Tragen von Mund- und Nasenschutz. Aber in Kneipen und Restaurants und bei abendlichen Treffen größerer Gruppen im öffentlichen und privaten Raum ist vor allem bei Jüngeren ein zunehmend eher unvorsichtiges Verhalten zu sehen. Viele klagen, bei Temperaturen, die in Madrid im Sommer fast täglich die 35 Grad überschreiten, sei das Tragen einer Maske im Freien Folter

Kundinnen betreten ein Einkaufszentrum in Moskau durch Desinfektionskabinen. Foto: Alexander Zemlianichenko/AP/dpa