Letztes Update:
20210102013048

09:37
06.08.2020
Der Auftragseingang in der deutschen Industrie hat sich unerwartet stark erholt. Nachdem das Ordervolumen im Mai bereits um 10,4 Prozent im Vergleich zum April gestiegen sei, habe es im Juni einen Zuwachs um 27,9 Prozent gegeben, teilt das Statistische Bundesamt mit. Analysten hatten im Schnitt einen kräftigen Anstieg im Monatsvergleich erwartet, waren aber nur von einem Zuwachs um 10,1 Prozent ausgegangen.
Laut Statistischem Bundesamt fiel der Auftragseingang in der Autoindustrie im Juni mit einem Anstieg um 66,5 Prozent besonders stark aus. Das Auftragsniveau liege in der deutschen Schlüsselindustrie aber immer noch um 12,2 Prozent niedriger als im Februar. Der Auftragseingang bei Konsumgütern sei im Juni nur um 1,1 Prozent im Monatsvergleich gestiegen, hieß es.

Foto: Sebastian Gollnow/dpa

09:10
06.08.2020
Einreisende aus internationalen Risikogebieten müssen sich von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland auf das Virus testen lassen. Das hat Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angeordnet, wie er auf einer Pressekonferenz mitteilt. Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts - aus der EU sind es derzeit Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra. Zentrales Kriterium ist, ob es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.
Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man "auf Nummer sicher" gehen. "Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist." Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.