Letztes Update:
20210102013048

22:49
04.08.2020
Nach monatelangem Verbot wegen der Corona-Pandemie wird Sexarbeit in Berlin schrittweise wieder erlaubt. Das entschied der Berliner Senat. Demnach dürfen sexuelle Dienstleistungen ohne Geschlechtsverkehr ab 8. August wieder angeboten werden. Das betrifft etwa Domina-Studios. Ab 1. September sollen dann unter strengen Hygieneauflagen auch sexuelle Dienstleistungen mit Geschlechtsverkehr wieder zulässig sein, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilt.
Im Hinblick auf die oft sehr prekäre Situation von Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern seien Lockerungen in dem Bereich "aus gesundheits-, aber auch aus frauenpolitischer Sicht" geboten, heißt es. "Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Betroffenen aufgrund wirtschaftlicher Notlagen in Abhängigkeitsverhältnisse geraten und im Verborgenen unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen ihrer Tätigkeit nachgehen."

Foto: Peter Kneffel/dpa

21:02
04.08.2020
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will Verstöße gegen Anti-Corona-Auflagen auf Demonstrationen konsequent ahnden - und erwägt dabei auch härtere Strafen. Es gelte die Versammlungsfreiheit - das bedeute aber nicht, dass sich Teilnehmer über Infektionsschutzmaßnahmen hinwegsetzen dürften, sagt Herrmann in München. 
Im Bayerischen Rundfunk hatte Herrmann zuvor gesagt: "Es wird ohnehin zurzeit diskutiert, inwieweit wir in bestimmten Bereichen die Bußgelder noch weiter erhöhen müssen, um einen noch stärker abschreckenden Effekt zu erzielen." Dabei gehe es beispielsweise auch um Verstöße gegen Quarantäne-Vorschriften oder die Pflicht, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Es gehe dabei um den Schutz der Gesundheit anderer Menschen.

20:05
04.08.2020
Heiratswillige können in Tel Aviv den Bund fürs Leben künftig unter freiem Himmel an besonderen Orten der Stadt schließen. Wie die Verwaltung mitteilte, will sie mit einem Hochzeitspaket Paare unterstützen, deren Trauungspläne unter der Coronakrise und den Restriktionen gelitten haben. Kostenlos sollen Orte wie der Botanische Garten, der Menachem Begin Park oder das Wohl-Amphitheater für Hochzeitsfeiern genutzt werden können. Daran dürfen dann gemäß der Corona-Auflagen bis zu 20 Menschen aus den engsten Familienkreisen teilnehmen. Zur Verfügung stehen sollen die Orte an sechs Tagen pro Woche. Die Stadtverwaltung stellt Elektrizität, Tische samt weißen Tüchern sowie Stühle bereit.
Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai erklärte, die vielen Herausforderungen der Krise verlangten Antworten in allen Bereichen des Lebens. Dazu gehörten auch Hochzeitsfeiern an öffentlichen Orten.