Letztes Update:
20210102013048

14:55
03.08.2020
Das nächtliche Außer-Haus-Verkaufsverbot von Alkohol in Hamburgs beliebtesten Ausgehvierteln hat am Wochenende Wirkung gezeigt - und viele Menschen in die Bars und Gaststätten statt auf die Straße gezogen. "Wir sind froh, dass das Alkoholverkaufsverbot an diesem Wochenende dazu geführt hat, dass sich die Szenen der letzten Wochenenden bei uns im Bezirk nicht wiederholt haben", sagte Falko Droßmann (SPD), Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. "Wir haben bei unseren gemeinsamen Kontrollen mit der Polizei auf dem Kiez eine deutliche Verbesserung der Situation feststellen können."
Mit dem Verbot des Außer-Haus-Verkaufs von Alkohol in den Hamburger Ausgehvierteln wollten die Bezirke Altona, Mitte und Eimsbüttel die Einhaltung der Corona-Regeln sicherstellen. Die Einschränkungen galten jeweils von 20.00 Uhr bis 6.00 Uhr.

14:28
03.08.2020
Im Zuge einer Corona-Studie im Mai und Juni an sächsischen Schulen wurden bei 2600 Schülern und Lehrern keine akuten Infektionen gefunden. "Die akute Ansteckung lag bei Null", sagte Professor Wieland Kiess vom Leipziger Universitätsklinikum bei der Vorstellung der Ergebnisse in Dresden. In 14 von über 2300 Blutproben fanden sich Antikörper und damit der Hinweis auf eine überstandene Infektion.
In einer zweiten Studie mit 900 Teilnehmern untersuchten die Experten die psychischen Folgen von Schulschließungen. Laut Kiess führten diese bei Kindern und Jugendlichen zum Verlust von Lebensqualität, zu stärkerer Mediennutzung sowie zu Zukunftssorgen.

Der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt. Foto: Ronny Hartmann/dpa-Zentralbild/dpa

14:02
03.08.2020
Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat die Einsatzstrategie der Berliner Polizei bei Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen am Wochenende nach Kritik aus der Politik verteidigt. "Die Polizei hat nicht den gesetzlichen Auftrag, parteipolitischen Erwartungshaltungen zu folgen, sondern das Versammlungsrecht zu schützen", sagte der Bundesvorsitzende Rainer Wendt der Deutschen Presse-Agentur. Diesem Auftrag sei die Berliner Polizei in beispielhafter Weise nachgekommen, der Einsatz sei "wie aus dem Lehrbuch" geführt worden.
Die Kritik von SPD-Chefin Saskia Esken, die "Demonstration hätte schon früher aufgelöst werden können", wies Wendt zurück: Das Versammlungsrecht sei ein überragendes Rechtsgut, daher gälten hohe Hürden. "Die Polizei darf auch bei festgestellten Rechtsverstößen eine Versammlung nicht sofort abbrechen, sondern muss dem Veranstalter immer ausreichend Gelegenheit geben, auf die Teilnehmenden einzuwirken", erklärte der Gewerkschafter.