Letztes Update:
20210102013048

02:00
03.08.2020
Zur Eindämmung des Coronavirus will Großbritannien zwei neue Schnelltest-Systeme nutzen. Gesundheitsminister Matt Hancock sagt laut einer Mitteilung seines Ministeriums vom frühen Morgen: "Millionen neuer Coronavirus-Schnelltests werden vor Ort in weniger als 90 Minuten Ergebnisse liefern und uns helfen, Übertragungsketten schnell zu unterbrechen." Von kommender Woche an würden Krankenhäusern, Pflegeheimen und Laboren nach und nach die neuen Testsysteme zur Verfügung gestellt, heißt es weiter. Damit seien in den kommenden Monaten mehr als sechs Millionen zusätzliche Tests möglich. 
Genaue Angaben zur Zuverlässigkeit der Tests wurden zunächst nicht gemacht. Damit bleibt unklar, wie häufig sie falsch positive oder falsch negative Ergebnisse liefern. Beide Tests könnten neben Sars-CoV-2 auch andere vor allem im Winter kursierende Viren wie Influenza-Viren nachweisen, hieß es. Für die Durchführung sei kein geschultes medizinisches Fachpersonal erforderlich, was bedeute, dass sie auch in eher nicht-klinischen Umgebungen durchgeführt werden könnten.

00:34
03.08.2020
Der Deutsche Städtetag fordert ein hartes Vorgehen gegen Demonstranten, die die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht einhalten. Zwar sei das Demonstrationsrecht ein hohes Gut, sagt Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Aber aus Demonstrationen heraus dürfen sich nicht neue Corona-Hotspots entwickeln. Es ist unverantwortlich, auf so engem Raum die Regeln und Auflagen nicht einzuhalten." Er verlangt, in solchen Fällen Bußgelder zu verhängen.

Foto: Danny Lawson/PA Wire/dpa

23:05
02.08.2020
In Großbritannien hat sich die Lage im Großraum Manchester weiter verschlechtert. Die Behörden riefen am Sonntagabend einen "schwerwiegenden Vorfall" aus, da die Zahl der Infizierten in mehreren Gegenden gestiegen war. Dies gibt den Behörden mehr Handlungsoptionen im Kampf gegen die Pandemie. Es gebe aber keinerlei Anlass für Panik, betonen die Behörden. Auffällig seien die Anstiege in Manchester, Tameside und Oldham, berichten die "Manchester Evening News". Premier Boris Johnson hatte schon zuvor in ganz England weitere Lockerungsmaßnahmen für mindestens 14 Tage gestoppt. Im Norden - auch in Manchester und Umgebung - wurden die Maßnahmen sogar verschärft: Dort dürfen sich Mitglieder verschiedener Haushalte nicht mehr in Innenräumen und Privatgärten treffen. Auch der gemeinsame Besuch von Pubs und Restaurants ist tabu. Gesundheitsminister Matt Hancock führt die verstärkte Ausbreitung des Virus auf das Nichteinhalten der Abstandsregeln zurück.