Den
Krabbenfischern an der deutschen
Nordsee brechen die Einnahmen weg - und für einige wird es aus Sicht der Erzeuger eng. "
Vereinzelt sind Betriebe schon in
Insolvenz gegangen, andere hangeln sich noch durch", sagt der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft der Deutschen Krabbenfischer, Kai-Arne Schmidt. Grund sei die
zurückgefahrene Produktion in den marokkanischen Schälzentren auf knapp 30 Prozent. Dort wird ein Großteil der Nordseekrabben gepult.
"
Marokko ist der Flaschenhals", sagt Schmidt. Dabei sei die Nachfrage da. Die Händler nähmen aber weniger Krabben ab, weil sie nicht weiterverarbeitet werden können. Die knapp 100 Fischereifahrzeuge der Erzeugergemeinschaft fahren derzeit
nur an drei Tagen die Woche raus. "Die Krabbenfischer fangen jetzt eigentlich ihr Geld - im August, September, Oktober, November. Wenn du in den Zeiten nicht richtig fischen kannst, wirst du den
Winter nicht überleben."