Letztes Update:
20210102013048

02:59
31.07.2020
In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studenten und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22.000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt.
Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. "Diese bedenkliche Schuldenlast werden viele bis zum Ende des Studiums – und darüber hinaus – nicht los", warnt der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Kai Gehring. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schicke Zehntausende Studierende sehenden Auges in die Pleite oder den Studienabbruch.

Foto: Daniel Naupold/dpa

02:18
31.07.2020
Die von der Nato vorbereitete Krisenhilfe für den Fall einer zweiten Welle der Corona-Pandemie könnte deutlich weniger umfangreich ausfallen als geplant. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hatten Mitgliedstaaten zuletzt noch nicht einmal 1,6 Millionen Euro für den neuen Treuhandfonds zur Pandemie-Abwehr zugesagt. Hoffnung der Nato-Zentrale war es, zügig mindestens einen zweistelligen Millionenbetrag zusammenzubekommen.
Mit dem Geld aus dem bereits im Juni beschlossenen "Pandemic Response Trust Fund" will die Nato eigentlich den Aufbau von Lagern mit medizinischer Ausrüstung ermöglichen und im Fall einer zweiten großen Corona-Welle auch Partnerländer wie die Ukraine unterstützen können. Angesichts der sich hinziehenden Vorbereitungen ist nun allerdings unklar, ob wirklich im großen Stil Krisenhilfe geleistet werden könnte - vor allem, wenn es bereits zeitnah zu einer zweiten Pandemie-Welle kommen sollte.