Letztes Update:
20210102013048

19:24
30.07.2020
In Simbabwe ist Landwirtschaftsminister Perrance Shiri infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Das berichtet der Präsident des Staates im südlichen Afrika, Emmerson Mnangagwa. Der ehemalige General Shiri war am Putsch beteiligt gewesen, der Langzeitpräsident Robert Mugabe im November 2017 stürzte. Shiris Beerdigung am Freitag werde den Corona-Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation (WHO) folgen, sagt Mnangagwa.
In Simbabwe wurden bislang mindestens 2879 Corona-Fälle gemeldet, mindestens 41 Menschen sind gestorben. Das Land steckt in einer schweren Wirtschaftskrise und hatte bereits vor der Pandemie ein sehr schwaches Gesundheitssystem.

WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Foto: Fabrice Coffrini/KEYSTONE/dpa

19:07
30.07.2020
Die Gesundheitssysteme bestimmter Länder haben in der Krise aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schlechter funktioniert als erwartet. "Vielleicht haben wir manche Annahmen über die Leistung in manchen Ländern gemacht, die sich nicht als zutreffend herausgestellt haben", sagt WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan in Genf. Konkrete Staaten nennt er nicht.
Die Organisation hatte die rasante Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor sechs Monaten, am 30. Januar, zum internationalen Gesundheitsnotstand erklärt. Unter den 20 Staaten mit den weltweit höchsten Infektionszahlen sind neben dem Spitzenreiter USA auch Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland. Die WHO habe sich zu Beginn der Pandemie auf Hilfestellung für Länder konzentriert, von denen sie Hilfsbedarf erwartet habe, sagt Ryan. Das seien klassischerweise Staaten niedrigen und mittleren Einkommens, die Schwachpunkte in ihren Systemen haben.

18:31
30.07.2020
Freddy Adjan von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) äußert Zweifel an der Darstellung von Tönnies. "Die Fleischindustrie hat in der Vergangenheit sehr viel kreative Energie aufgebracht, um Gesetze zu umgehen. Herr Tönnies hat das menschenverachtende System der Werkverträge über fast zwei Jahrzehnte in seinen Unternehmen perfektioniert", sagt Adjan der "Rheinischen Post" (Freitag). Daher sei es wenig glaubhaft, dass es sich bei den Gründungen von Tochtergesellschaften lediglich um Vorsorgemaßnahmen handeln solle, sagt der Gewerkschaftsvertreter.