Letztes Update:
20210102013048

18:36
29.07.2020
Die US-Notenbank belässt ihren Leitzins erwartungsgemäß unverändert bei nahe Null. Die Federal Reserve (Fed) sei weiter entschlossen, ihre "volle Bandbreite an Werkzeugen" einzusetzen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, teilte die Zentralbank mit. Der Leitzins verbleibe in der Spanne von 0 bis 0,25 Prozent, hieß es.
Wachstum und Beschäftigung hätten seit dem Höhepunkt der Pandemie in den USA wieder etwas zugelegt, seien aber immer noch deutlich unter dem Niveau vom Jahresbeginn, betonte die Fed. "Der Verlauf der Wirtschaft wird signifikant vom Verlauf des Virus abhängen", hieß es zum weiteren - und sehr unsicheren - wirtschaftlichen Ausblick.

18:23
29.07.2020
Einreiserecht trotz Corona-Beschränkungen für unverheiratete Menschen in einer binationalen Partnerschaft - das fordert die SPD-Bundestagsfraktion. In einem Schreiben an Innenminister Horst Seehofer heißt es, eine zunehmende Anzahl europäischer Länder habe bereits entsprechende Regeln für Drittstaatsangehörige. "Warum das, was in anderen Ländern möglich ist, für unsere Behörden und insbesondere unsere Grenzbehörden einen nicht vertretbaren Aufwand darstellen soll, erschließt sich uns nicht."
Konkret geht es bei der Forderung um Drittstaatsangehörige, die ihre Partnerin oder ihren Partner in Deutschland besuchen möchten. Voraussetzung dafür soll aus Sicht der SPD-Fraktion sein, dass die Menschen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden ist, und sich an die Quarantäneregeln des Zielbundeslandes halten. Die derzeitige Situation sei für viele unverheiratete binationale Paare eine "erhebliche Belastung".

17:32
29.07.2020
Beatmungsgeräte und Atemmasken aus dem 3D-Drucker sollen bei künftigen Corona-Notlagen Leben retten. Die Fraunhofer-Gesellschaft und der Rückversicherer Munich Re zeichneten die Gewinner eines ungewöhnlichen Wettbewerbs aus: Entwickelt werden sollten Beatmungsgeräte und -masken, die im Falle von Corona-Notlagen schnell und kostengünstig vor Ort hergestellt werden können, um Versorgungsengpässe zu vermeiden. Die Forschungsgesellschaft und das Unternehmen stellten für den "Give a Breath"-Wettbewerb insgesamt eine Million Euro Budget und Preisgeld zur Verfügung.
Gesucht waren einfache, "nicht invasive" Beatmungsgeräte - das bedeutet ohne Vorrichtung für die Intubierung der Patienten, wie sie nur bei besonders schweren Lungenerkrankungen nötig ist. Dabei gab es zwei Gewinner: Ein speziell auf die Bedürfnisse von Corona-Patienten angepasstes "SmartCPAP"-Gerät, das von mehreren Fraunhofer-Instituten gemeinsam entwickelt wurde. Es kann laut Jury mit Sauerstoff aus verschiedenen Quellen gespeist werden und arbeitet mit Überdruck. Zweiter Gewinner war das "Vivid Breath"-Team aus München, das in einer bayerisch-indischen Kooperation ein Beatmungsgerät mit nur 35 Bauteilen entwickelt hat, die im 3D-Druck hergestellt werden können.
Ein weiterer Teil des Wettbewerbs war die Entwicklung der zu den Geräten passenden Beatmungsmasken. Ausgezeichnet wurde eine Studenteninitiative mit ihrem Projekt "Soteria" (griechisch:  Rettung). Die Masken können ebenfalls komplett im 3D-Druck hergestellt werden und passen sich laut Jury der Form des Gesichts an.