Die iranische Ärztekammer warnt vor einem Mangel an Ärzten und Pflegern in der neuen Phase der Krise im Land. "Bis jetzt sind 140 Ärzte und Pfleger an dem Corona-Virus gestorben und mehr als 6000 haben sich mit dem Virus infiziert", sagt Ärztekammer-Sprecher Ali Fattahi. Alle Bürger sollten sich, besonders nach dem dramatischen Anstieg der Fallzahlen, an die Hygienevorschriften halten, um einen Personalmangel in den Krankenhäusern zu verhindern. "Die Vorschriften nicht ernstzunehmen, könnte zu einer Katastrophe führen", sagt der Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna.
Die medizinische Versorgung der Corona-Patienten funktioniert nach Angaben des Gesundheitsministerium zwar noch, aber ein weiterer Anstieg der Fallzahlen könnte landesweit zu einem Engpass führen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind binnen 24 Stunden erneut rund 200 Patienten an dem Virus gestorben. Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 16.343, so Sprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Im gleichen Zeitraum wurden Lari zufolge mehr als 2600 Neuinfektionen erfasst. Somit stieg die Zahl der bisher nachgewiesenen Infektionen auf fast 300.000.