Trotz strenger Vorsichtsmaßnahmen erlebt
China die
höchste Zahl neuer täglicher Infektionen seit drei Monaten. Obwohl die Volksrepublik das Virus weitestgehend im Griff hat, meldet die Gesundheitskommission in Peking
rund 100 neue Fälle.
Größere Ausbrüche gibt es in Ürümqi in der Nordwestregion Xinjiang und in Dalian. Von der nordostchinesischen Hafenstadt haben sich die
Infektionen durch Reisende
in neun andere Städte ausgebreitet - auch nach
Peking, das den ersten Fall seit drei Wochen verzeichnet. Da China praktisch eine "
Null-Fälle-Politik" verfolgt, reagieren die Behörden mit strengen Maßnahmen. In Dalian, wo der
Ursprung des Ausbruchs in einer Fischfabrik vermutet wird, wurde schon die Hälfte der sechs Millionen Einwohner getestet. In Ürümqi stehen die
Tests der 3,5 Millionen Einwohner vor dem Abschluss. Im Vergleich zu der dramatischen Entwicklung in anderen Ländern sind die Zahlen in China mit rund 500 offiziell berichteten aktuellen Erkrankungen eher gering. Trotzdem wurden
Hunderte Flüge und Züge gestrichen.