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Italiens Regierung will den
coronabedingten Notstand bis zum 15. Oktober verlängern - und weiß dabei die Volksvertretungen hinter sich. Nach dem Senat stimmte auch das Abgeordnetenhaus der Verlängerung zu. Es gab in der Kammer 286 Ja-Stimmen bei 221 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen. Der Notstand gilt in Italien
seit knapp sechs Monaten. Ohne Verlängerung würde er per Ende Juli, also am Freitag, auslaufen. Ministerpräsident Giuseppe Conte betonte im Abgeordnetenhaus, man wolle angesichts der Pandemie ein
"umsichtiges Niveau der Wachsamkeit" beibehalten. Zugleich wies er
Vorwürfe zurück, dass die Maßnahmen
"freiheitszerstörend" seien. Politiker der rechten Opposition und einige Rechtsexperten waren zuletzt gegen eine Verlängerung. Sie sehen Grundrechte in Gefahr und werfen der Regierung vor, dass sie mit Dekreten am Parlament vorbei regieren wolle.