Letztes Update:
20210102013048

00:51
28.07.2020
Dem Luxusgüterkonzern LVMH sind im ersten Halbjahr Umsatz und Ergebnis weggebrochen. Weil der internationale Tourismus nahezu lahmgelegt war und die Geschäfte und die Produktion weltweit nahezu komplett über mehrere Monate geschlossen waren, brach der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft im ersten Halbjahr um fast 70 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden ein. Netto verbuchte der Konzern mit 522 Millionen Euro sogar mehr als 80 Prozent weniger, wie LVMH mitteilt.
Die Umsätze sanken um mehr als ein Viertel auf 18,4 Milliarden Euro. Dabei fiel der Rückgang bereinigt um Wechselkurseffekte sowie Zu- und Verkäufe im zweiten Quartal mit 38 Prozent deutlich größer aus als zum Jahresauftakt. LVMH hofft auf eine stetige Erholung der Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte. Über eine mögliche Zwischendividende für die Aktionäre will der Konzern im Oktober entscheiden.

Premierministerin Sophie Wilmès (M) in Brüssel. Foto: Laurie Dieffembacq/BELGA/dpa 

23:53
27.07.2020
Wegen steigender Fallzahlen verschärft Belgien die Einschränkungen. Ab Mittwoch dürfen Belgierinnen und Belgier für mindestens vier Wochen nur noch 5 statt 15 Menschen treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören, wie Premierministerin Sophie Wilmès sagt. Der Sicherheitsabstand muss dann nicht zwingend eingehalten werden. Kinder unter zwölf Jahren werden nicht mitgezählt. Die Zahl der Infektionen in Belgien steigt seit einigen Wochen wieder. Den zuständigen Behörden zufolge gab es in der Woche vom 17. bis zum 23. Juli im Schnitt knapp 279 Infektionen pro Tag - im Vergleich zur Vorwoche war das ein Zuwachs um 71 Prozent. Die Situation sei besorgniserregend, so Wilmès.
Zu den neuen Maßnahmen gehört auch, dass öffentliche Veranstaltungen wieder kleiner ausfallen müssen. An Veranstaltungen im Freien dürfen künftig 200, im Inneren 100 Personen teilnehmen. Bislang lag die Obergrenze jeweils doppelt so hoch. Beim geringsten Risiko müssten Veranstaltungen abgesagt werden, sagt Wilmès. An privaten Feiern wie Hochzeiten dürfen nur noch zehn Personen teilnehmen. Zudem empfiehlt der Sicherheitsrat, möglichst weiter von zu Hause aus zu arbeiten.