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Foto: Fabrice Coffrini/KEYSTONE/dpa

20:42
27.07.2020

Ständige Strategiewechsel im Kampf gegen das Coronavirus können den Erfolg gefährden - das hat die Weltgesundheitsorganisation betont. Ohne Länder beim Namen zu nennen, sagt Nothilfekoordinator Michael Ryan: "Der ständige Wechsel zwischen einer Maßnahme heute und einer anderen morgen mag wohlgemeint sein, kann aber unbeabsichtigte Folgen haben: erstens, dass die Menschen unsicher werden, zweitens, dass sie beginnen, sich zu ärgern." Die Menschen müssten Zeit haben, sich an Maßnahmen zu gewöhnen, und Behörden müssten genügend Zeit haben, um festzustellen, ob eine Maßnahme wirkt oder nicht.

Unter anderem ist etwa in den USA und Großbritannien wegen unklarer Empfehlungen im Bezug auf das Öffnen von Geschäften, auf Quarantäne und das Maskentragen Kritik laut geworden. Lob gebühre Regierungen, die neue Ausbrüche sofort publik machen und schnell Maßnahmen zur Eindämmung erlassen, sagt Ryan. "Wo wir uns Sorgen machen müssen, sind Situationen, wo die Probleme nicht zu Tage gefördert werden, wo Probleme vertuscht werden, wo alles gut aussieht. Eins ist klar bei Covid-19 wie bei allen anderen ansteckenden Krankheiten: Dass es gut aussieht heißt nicht, dass die Lage wirklich gut ist."

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