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Foto: Simeon Celi Jr/Malacanang Presidential Photographers Division/AP/dpa

13:49
27.07.2020
Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat das harte Vorgehen seiner Regierung im Kampf gegen das Coronavirus verteidigt. "Als die Pandemie ausbrach, beschloss ich, dem Leben vor anderen Überlegungen den Vorrang zu geben", sagte der umstrittene Politiker bei seiner jährlichen Ansprache zur Lage der Nation vor dem Kongress in Manila. Experten zufolge hätten die von der Regierung ergriffenen Maßnahmen zwischen 1,3 und 3,5 Millionen Infektionen verhindert. "Selbst wenn die Zahlen viel niedriger wären, wäre es für mich immer noch die Opfer wert gewesen, die wir erbracht haben."
Die Regierung des Archipels mit 106 Millionen Einwohnern hatte im März einen totalen Lockdown verhängt. Unter anderem herrschte eine strikte Ausgangssperre: Wer das Haus verlassen wollte, brauchte einen sogenannten Quarantänepass. Die Maßnahme endete erst Anfang Juni. Laut der Behörden wurden am Montag mehr als 1600 Neuinfektionen registriert. Die Gesamtzahl stieg auf mehr als 82.000. Fast 2000 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben.

Straßenszene in Jakarta. Foto: Dita Alangkara/AP/dpa