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Foto: Henning Kaiser/dpa

05:15
27.07.2020
Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen ("Erbarmen", "Opfer 2117") rechnet wegen der Corona-Krise damit, dass sich die Literaturwelt im nächsten Jahr stark mit Themen wie Pandemien und Erkrankungen beschäftigen wird. "Ich glaube, dass jeder andere Autor außer mir über Corona schreiben wird", sagte der dänische Schriftsteller der Deutschen Presse-Agentur. Auch er beschäftige sich in seinen Büchern mit aktuellen Dingen, weshalb er das Coronavirus nicht einfach ignorieren könne. "Aber es ist für mich nicht wirklich ein Thema."
Die Pandemie stelle jedoch alles in den Schatten: Als er angefangen habe, sein neuntes Buch über den Kommissar Carl Mørck zu schreiben, sei die Corona-Krise noch nicht da gewesen. Jetzt erscheine seine Geschichte verglichen mit den Entwicklungen in der Welt überaus klein. Einen Veröffentlichungstermin für den neuen Krimi von Adler-Olsen gibt es noch nicht.

03:36
27.07.2020
Fünf Jahre nach Beginn des verstärkten Zuzugs von Flüchtlingen in Deutschland sind viele von ihnen auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert. Allerdings: Die Corona-Pandemie hat auch viele wieder arbeitslos werden lassen. Die Arbeitslosigkeit liege im Juni in Deutschland insgesamt um 22 Prozent höher als im März. Bei Menschen aus Asylherkunftsländern liege sie aber um 26 Prozent höher, sagt Daniel Terzenbach, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, der Deutschen Presse-Agentur. "Rund die Hälfte der Geflüchteten, die seit Beginn der Fluchtbewegungen eingereist sind, hat heute einen Job", betont Terzenbach. Davon wiederum die Hälfte arbeite auf Fachkraftniveau.
Insgesamt liege Deutschland bei der Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt besser als andere Länder. Es gebe jedoch deutliche Unterschiede. Frauen seien schwieriger zu integrieren, weil sie oft wegen traditioneller Rollenmuster für die Familienarbeit zuständig seien und deswegen noch nicht in ausreichendem Maße an Integrations- und Qualifizierungskursen teilnehmen. Die Arbeitsverwaltung versuche, mit individuellen Unterstützungsangeboten zu helfen. Dabei müssen Menschen persönlich miteinander sprechen, was in der Corona-Hochphase oft schwierig war.