Der iranische Präsident Hassan Ruhani dämpft die Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Krise in dem Land. Die Menschen sollten nicht annehmen, dass das Problem kurzfristig und in ein paar Wochen gelöst sei, sagt Ruhani. Solange kein wirksamer Impfstoff hergestellt worden sei, werde Corona auch bleiben. "Wir sollten längerfristig denken und uns jetzt schon auf das nächstes Jahr vorbereiten", sagt der Präsident nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur IRNA.
Ruhani verteidigt auch seine Lockerungspolitik: "Einschränkungen sind ja auch problematisch, da sie negative finanzielle Auswirkungen auf das Leben der Menschen haben." Die Fallzahlen sind in den vergangenen Wochen wieder angestiegen. Alleine in den letzten sieben Tagen gab es über 1500 Corona-Tote im Iran. Die Zahl der Todesopfer liegt aktuell bei 15.484, die der bisher nachgewiesenen Infektionen bei 288.839, so das Gesundheitsministerium.