Zahlreiche deutsche Kliniken befürchten, infolge der Pandemie in die roten Zahlen zu rutschen. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf die "Krankenhausstudie 2020" der Unternehmensberatung Roland Berger, die am Montag veröffentlicht werden soll. Für die Untersuchung wurden den Angaben zufolge Geschäftsführer der 600 größten deutschen Kliniken befragt. 57 Prozent von ihnen rechnen demnach für 2020 mit einem Defizit. Vergangenes Jahr hätten nur 32 Prozent der Krankenhäuser ein Minus verzeichnet.
Besonders düster sehen die Manager großer Kliniken mit mehr als 1.000 Betten die Lage: In dieser Gruppe rechneten sogar 72 Prozent mit Verlusten im laufenden Geschäftsjahr, heißt es. Der Abwärtstrend erkläre sich vor allem mit der schwachen Auslastung während der Pandemie-Hochphase im März und April, als viele Betten für Covid-19-Patienten freigehalten werden mussten.