Letztes Update:
20210102013048

15:17
24.07.2020
Weil sie trotz nachgewiesener Corona-Infektion und Heimquarantäne spazieren ging, muss eine Frau in Österreich eine Geldstrafe von 1.200 Euro zahlen. Das Landgericht Ried im Innkreis verurteilte die 35-Jährige wegen vorsätzlicher Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Frau gab an, dass sie es nach zwei Tagen "nicht mehr ausgehalten" und deshalb mit Mundschutz eine kleine Runde an der frischen Luft gedreht habe. Dabei wurde sie von einer Nachbarin beobachtet, die die Polizei verständigte. Der Richter erlaubte sich einen Seitenhieb auf die Nachbarin, die die 35-Jährige auch selber zum Umkehren hätte auffordern können. "Denunzieren soll nicht zum Volkssport werden, ich finde eine solche Gesellschaft nicht lebenswert."

Foto: Thomas Frey/dpa

15:05
24.07.2020
Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bezeichnet erste Ergebnisse von Corona-Forschungen an der einzigen Diensthundeschule der Bundeswehr als "sehr ermutigend". Sie sei stolz auf die vierbeinigen "Kameraden" der Streitkräfte, so die CDU-Chefin. Ein neues Forschungsprojekt zeigt, dass trainierte Hunde organische Substanzen der Zellen von coronainfizierten Menschen recht zuverlässig erschnüffeln können. Eine Woche Training reicht dafür nach Erkenntnissen der Tierärztlichen Hochschule Hannover, der Bundeswehr und weiterer Forschungspartner in der Regel aus. Danach konnten die Hunde unter 1.012 Proben von Speichel oder Atemwegssekret 94 Prozent korrekt identifizieren, wie das Team im Fachblatt "BMC Infectious Diseases" kürzlich berichtete.