Vietnam will den Wildtier-Handel beenden: Künftig sind sowohl der Import bedrohter Arten wie Pangoline (Schuppentiere) und Zibetkatzen verboten als auch der Handel auf Wildtier-Märkten. Regierungschef Nguyen Xuan Phuc habe ein entsprechendes Dekret erlassen, teilen Tierschutzorganisationen in dem südostasiatischen Land mit. "Dies ist das erste Mal, dass die Regierung Dutzende von Ministerien und Behörden mobilisiert hat, um das Problem des Wildtierhandels aktiv anzugehen", schreibt die Umwelt-NGO WildAid.
Der Handel habe verheerende Auswirkungen gehabt und bereite seit Jahren Sorgen, "so zuletzt, als die Covid-19-Pandemie erneut Hinweise auf die Übertragung von Infektionskrankheiten zwischen Wildtieren und Menschen geliefert hat", sagt WildAid-Experte Hoang Thi Minh Hong. Ab sofort sind in Vietnam somit die Einfuhr von Wildtieren und Wildtier-Produkten sowie die Jagd, der Transport, der Verzehr und der Verkauf verboten - und zwar sowohl auf Märkten als auch im Internet. Zahlreiche Umweltorganisationen forderten seit Jahren entsprechende Maßnahmen.