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20210102013048

07:03
23.07.2020
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach dämpft Hoffnungen auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Zwar gebe es vier Projekte, deren Entwicklung relativ weit fortgeschritten sei, sagte Lauterbach in einem am späten Abend ausgestrahlten Deutschlandfunk-Interview. Doch stehe nun die dritte Entwicklungsphase an, in der getestet werde, ob sich die geimpften Probanden infiziert hätten. Und gerade in dieser Phase scheiterten die meisten Wirkstoffe. Es sei durchaus möglich, dass - wie bei den anderen Coronaviren - gar kein Impfstoff gefunden werde. Dazu zählen etwa die Erreger von Sars und Mers. Es gebe zwar eine Immunreaktion, aber: "Ob ich damit Infektionen verhindern kann, das weiß kein Mensch."
Lauterbach forderte zudem Vorkehrungen gegen eine mögliche zweite Infektionswelle im Herbst. Es habe noch nie eine weltweite Pandemie gegeben, die ohne zweite Welle ausgekommen wäre. "Eine zweite Welle ist die Regel und nicht die Ausnahme." Das Gegenteil wäre die Überraschung. Dies sehe man auch in Ländern wie Japan oder Singapur, wo die Ansteckungen zunähmen, obwohl die Behörden dort bislang gute Arbeit geleistet hätten.