Letztes Update:
20210102013048

03:42
23.07.2020
In der Corona-Krise bietet ein findiger Friseur in New York nun seine Dienste unter freiem Himmel im Central Park an. Mit einem Stuhl und einem Koffer voller Haarschneide-Utensilien ausgerüstet steht der 32-jährige Herman James, der normalerweise in einem Friseursalon arbeitet, mit Maske unter einer mit Pflanzen überwachsenen Pagode an der Westseite des berühmten Parks in Manhattan bereit. Auf den ersten Kunden habe er gerade einmal zehn Minuten warten müssen, als er den Platz Mitte Mai erstmals eingenommen habe, sagt James der Deutschen Presse-Agentur.
Inzwischen hat der Friseur, auch weil bereits zahlreiche Lokalmedien über ihn berichteten, meist eine lange Schlange wartender Kunden neben sich. Den Haarschnitt bietet James auf Spendenbasis an. Die Friseursalons in der Millionenmetropole sind zwar seit einigen Wochen wieder geöffnet, in der stark von der Pandemie betroffenen Stadt trauen sich aber viele Menschen noch nicht wieder, dort hineinzugehen.

02:08
23.07.2020
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, spricht sich für die Einrichtung von Testzentren an Flughäfen aus. Reinhardt begrüßte, dass sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz auf eine entsprechende Linie geeinigt hatten. An diesem Freitag wollen die Fachminister weiter beraten. Ein Gesamtpaket soll dann auch formal beschlossen werden.
"Der aktuelle, erneute Anstieg der Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern zeigt, wie schnell auch bei uns die Pandemie wieder aufflammen kann", sagt Reinhardt. Darauf müsse Deutschland sich vorbereiten. "Testzentren an Flughäfen können helfen, eine zweite Corona-Welle nach den Sommerferien zu verhindern. Jeder, der aus einem Corona-Hotspot zurückkommt, sollte sich testen lassen." Das sei zwar nur eine Momentaufnahme. Aber es gelte, die Infektionsketten so früh wie möglich zu unterbrechen.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hatte das Coronavirus zu Beginn der Pandemie als "kleine Grippe" verharmlost und damit in der Bevölkerung Verwirrung über die Ernsthaftigkeit der Krankheit gestiftet. Foto: Eraldo Peres/AP/dpa

00:55
23.07.2020
Die Zahl der täglichen Infektionen erreicht in Brasilien einen neuen Höchststand. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 67.860 neue Fälle binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2.227.514 Fälle registriert. Mindestens 82.771 Menschen starben. 
Die Verantwortung für die Bekämpfung der Pandemie hat Bolsonaro - der vor zwei Wochen nach eigener Angabe selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurde -  an Gouverneure der Bundesstaaten und Bürgermeister delegiert. Am Mittwoch wurde Bolsonaro dem Kommunikationsministerium zufolge ein weiteres Mal positiv getestet.