Letztes Update:
20210102013048

08:39
22.07.2020
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Israel ist so hoch wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Das israelische Gesundheitsministerium teilt nun mit, am Vortag seien 1977 Fälle gemeldet worden - ein Rekordwert. Ein Wert von 2000 Neuinfektionen pro Tag gilt in dem Land als Marke für noch schärfere Einschränkungen bis hin zu einem kompletten Lockdown.  Mitte Mai hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen in dem Land noch im zweistelligen Bereich gelegen. Nach raschen Lockerungen schnellen die Zahlen jedoch seit Ende Mai immer weiter in die Höhe.
Insgesamt wurden in Israel bislang 54.633 Infizierte registriert. Aktive Fälle gibt es derzeit mehr als 31.300, davon sind 259 schwer erkrankt. 430 Menschen sind bislang nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. 

08:13
22.07.2020
UPDATE | Die USA haben die angeordnete Schließung des chinesischen Konsulat in der texanischen Stadt Houston bestätigt. Die Sprecherin des Außenministeriums in Washington, Morgan Ortagus, sagt nach Angaben der US-Botschaft in Peking, die Anordnung sei erfolgt, "um geistiges amerikanisches Eigentum und private amerikanische Informationen zu schützen". Details nennt sie nicht. Diplomaten hätten nach der Wiener Konvention die Gesetze und Vorschriften des jeweiligen Gastlandes zu respektieren. Auch hätten sie die Pflicht, «sich nicht in innere Angelegenheiten des Staates einzumischen», sagte die Sprecherin weiter. Der Sprecher des Außenministeriums, Wang Wenbin, in Peking, sprach zuvor von einer "politischen Provokation". 
Die Entscheidung verschärft die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften, die schon wegen Chinas Umgang mit dem Ausbruch des Coronavirus, der Handelspolitik und dem harten chinesischen Vorgehen in Hongkong und in Xinjiang im Streit liegen. Das Verhältnis ist aus chinesischer Sicht so schlecht wie seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen 1979 nicht mehr.

In Amerika lebt man mit der Gefahr, ins Bodenlose zu stürzen, selbstverständlicher als im deutschen Sozialstaat. Es kann leicht passieren, dass man seinen Job verliert, dann die Hypothek nicht mehr bezahlen kann, dann das Haus verliert und dann im Auto oder unter der Brücke schlafen muss. Das Leben am sozialen Abgrund gehört so sehr zum American way of life, dass das Leben am viralen Abgrund keine grundstürzend neue Erfahrung ist. Der Verlust der Arbeit hat für viele schlimmere Folgen als die Infektion mit dem Virus. 07:42
22.07.2020
Der Autor und Jurist Bernhard Schlink im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".