Letztes Update:
20210102013048

19:21
20.07.2020
Wird der EU-Sondergipfel zu den EU-Finanzen für die kommenden sieben Jahre zum längsten in der Geschichte der Europäischen Union? Der Rekord ist in greifbarer Nähe, schließlich zweifelt am Abend kaum mehr jemand daran, dass die Verhandlungen der 27 Staats- und Regierungschefs bis zum frühen Dienstagmorgen gehen werden. Gegen 4.30 Uhr wäre der bisherige Spitzenreiter, der Gipfel von Nizza aus dem Jahre 2000, übertroffen.
Damals hatten die Staats- und Regierungschef einen neuen EU-Vertrag ausgehandelt, der ein weiteres Zusammenwachsen Europas ermöglichte. So wurden die Weichen für die Aufnahme von den damals noch nicht zur EU gehörenden Ländern Mittel- und Osteuropas sowie von Malta und Zypern gestellt. Insgesamt dauerte der Gipfel etwa 90 Stunden - von Donnerstagvormittag bis Montagfrüh. Mitgezählt sind in dieser Rechnung die Beratungen mit den Kollegen aus den zwölf Beitrittsländern. Nimmt man diese heraus, würde der Rekord sogar schon an diesem Montagabend nach 23.00 Uhr fallen. 

Donald Trump (r), Präsident der USA, trifft sich mit Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat. Foto: Evan Vucci/AP/dpa

19:03
20.07.2020
Nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement will US-Präsident Donald Trump seine Pressekonferenzen zur Pandemie in den USA wieder aufnehmen. "Wir hatten sehr erfolgreiche Briefings", sagt Trump im Weißen Haus. Rekordzahlen an Zuschauern hätten seine Auftritte im Fernsehen verfolgt. Bei den neuen Briefings solle es um Fortschritte bei der Suche nach einem Impfstoff, um Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen und um "das China-Virus" gehen. Außerdem sollten sich führende Vertreter der Pharma-Industrie dort äußern. Das erste Briefing werde voraussichtlich an diesem Dienstag stattfinden. 
Bis Ende April war Trump über Wochen hinweg fast täglich bei den Pressekonferenzen der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses aufgetreten. Seine Auftritte dauerten teils länger als zwei Stunden. Manche Aussagen dort brachten dem Präsidenten Kritik ein - etwa eine Überlegung im April, ob es im Kampf gegen das Virus helfen könnte, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen.