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EU-Ratschef Charles Michel ist zuversichtlich. Foto: Francisco Seco/AP Pool/dpa

17:32
20.07.2020
UPDATE | Im EU-Streit über das milliardenschwere Finanzpaket gegen die Corona-Wirtschaftskrise ist ein erster großer Streitpunkt ausgeräumt: Die EU-Länder seien sich einig, statt 500 Milliarden Euro nur 390 Milliarden Euro an Zuschüssen einzuplanen, bestätigen EU-Vertreter und Diplomaten in Brüssel. Diese Corona-Hilfen fallen damit deutlich kleiner aus als von Deutschland und Frankreich gefordert. Und es ist nur ein Teil des Gesamtpakets, um das am vierten Tag des Sondergipfels immer noch gerungen wird. Es wird eine weitere lange Verhandlungsnacht erwartet. 
Dafür legt EU-Ratschef Charles Michel nach eigenen Angaben den 27 EU-Staaten am Abend einen umfassenden neuen Kompromissvorschlag vor, die sogenannte Verhandlungsbox. Diese sei Ergebnis unglaublich intensiver Gespräche mit allen Beteiligten und "die Frucht kollektiver Arbeit", sagt der Belgier. Zwar seien die letzten Schritte immer die schwierigsten. Aber: "Ich bin überzeugt, dass eine Einigung möglich ist."

Foto: Jean-Francois Badias/AP/dpa/Archiv