Letztes Update:
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Foto: Patrick Semansky/AP/dpa

19:02
19.07.2020
US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der rasch zunehmenden Neuinfektionen in den Vereinigten Staaten erneut heruntergespielt. Bei der Zunahme in Bundesstaaten im Süden und Westen des Landes handle es sich nur um "Flammen" oder gar nur "Glutherde", die rasch gelöscht würden, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox News. Bei vielen der Neuinfektionen handle es sich um "junge Leute, die einen Schnupfen haben." Er behauptet weiter, dass "99,7 Prozent" aller Corona-Patienten "sehr schnell" wieder gesund würden.   Gesundheitsexperten warnen jedoch, dass es auch bei jüngeren Menschen nach einer Ansteckung ernsthafte Krankheitsverläufe und sogar Todesfälle geben könne. In den USA melden die Behörden seit knapp zwei Wochen 60.000 bis 77.000 Neuinfektionen pro Tag - mehr als je zuvor seit Beginn der Pandemie. Besonders betroffen sind die Bundesstaaten Florida, Georgia, Texas, Arizona und Kalifornien. Seit Februar gab es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge in den USA bereits 3,7 Millionen bestätigte Infektionen und 140.000 Todesfälle. Die Medien übertreiben das Problem, sagt Trump. Gesundheitsexperten wie der renommierte US-Immunologe Anthony Fauci seien zudem ein "bisschen alarmistisch", sagt Trump in dem Interview weiter. 

17:20
19.07.2020
Im Streit über das Milliardenpaket gegen die Corona-Krise haben sich die EU-Staaten in Trippelschritten einander angenähert. Ein umfassender Kompromiss war aber nach Angaben aus Verhandlungskreisen auch am dritten Gipfeltag nicht in Sicht. Nach stundenlangen Einzelgesprächen suchen Bundeskanzlerin Merkel und die übrigen Staats- und Regierungschefs am Abend in großer Runde nach einer Lösung. Zwar rangen sich die Kritiker des Krisen-Finanzpakets zu einem Angebot durch: Die sogenannten Sparsamen Vier - Österreich, Schweden, Dänemark und die Niederlande sowie das mit ihnen verbündete Finnland - plädieren für eine Verringerung des geplanten Konjunktur- und Investitionsprogramms von 750 auf 700 Milliarden Euro. Der Anteil der Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, soll demnach von 500 Milliarden auf 350 Milliarden Euro sinken. Der Rest wären Kredite.
Doch beharrten nach Angaben eines Diplomaten Italien, Spanien sowie Deutschland, Frankreich und andere auf einer Summe an Zuschüssen nicht unter 400 Milliarden Euro. EU-Ratschef Charles Michel habe ebenfalls diese Zahl sowie mehrere andere Elemente eines Lösungsvorschlags ins Gespräch gebracht, erklärt ein Diplomat. Doch hätten die "Sparsamen" das im Lauf des Tages abgelehnt.