Letztes Update:
20210102013048

12:18
17.07.2020
In Italien nehmen Mafia-Organisationen in der Corona-Krise verstärkt auch mittlere und große Unternehmen ins Visier ihrer Aktivität. Davor warnen die Ermittler der Anti-Mafia-Behörde DIA in ihrem Halbjahresbericht an das Parlament in Rom. Die Liquiditätskrise in großen Teilen der Wirtschaft des Mittelmeerlandes biete den kriminellen Banden Betätigungsfelder, um illegale, etwa mit Drogen und Glücksspiel erworbene Gelder in legale Kreisläufe einzuschleusen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Mafia-Clans den in Not geratenen Firmen vermehrt Kredite und andere Formen der Unterstützung anbieten. Dies gelte zunächst in ihren angestammten Regionen im Süden und für eher kleinere Firmen. Die mit Mafia-Geld ausgestatteten Unternehmen könnten Wettbewerbsvorteile zur Verdrängung der Konkurrenz nutzen. Es sei zudem nicht unwahrscheinlich, dass auch mittlere bis große Unternehmen in der Krise Mafia-Gelder einsetzen könnten.

11:50
17.07.2020
Eine Hochzeitsfeier in einem größeren Familienverband hat die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann steigen lassen. In Langenfeld und Monheim sei die Zahl der Infizierten auf 46 gestiegen, erklärte der Kreis. Insgesamt gab es 136 aktuell Infizierte in dem zwischen Düsseldorf und Wuppertal gelegenen Kreis mit rund 485.000 Einwohnern.

Bei der wichtigen Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen liegt der Kreis heute auf Platz eins in NRW: Die Sieben-Tages-Inzidenz beträgt 21,2. Nach der Feier hätten sich durch die familiäre Verflechtung weitere Infektionen ergeben, erklärt der Kreis. Das Kreisgesundheitsamt verfolge die Kontakte. In Langenfeld seien derzeit 56 Menschen in Quarantäne, in Monheim seien es 77.

Will bis Weihnachten zur Normaliät zurückkehren: Boris Johnson. Foto: Frank Augstein/AP/dpa