Letztes Update:
20210102013048

09:54
16.07.2020
Vor dem EU-Gipfel fordert die deutsche Wirtschaft eine rasche Einigung auf den milliardenschweren Plan zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. Das sei "zentrale Voraussetzung, um den wirtschaftlichen Erholungsprozess in der EU rechtzeitig in Schwung zu bringen", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) appelliert an die Einheit der EU und bezeichnet die Corona-Wirtschaftskrise im rbb-Inforadio als "schwerste wirtschaftliche Delle" seit dem Zweiten Weltkrieg.
Der BDI erwartet für dieses Jahr einen Wirtschaftseinbruch um bis zu neun Prozent in der EU. Die offizielle Prognose liegt bei minus 8,3 Prozent. Das bedeutet die schlimmste Rezession in der Geschichte der EU. Die Staats- und Regierungschefs beraten bei dem Gipfeltreffen ab morgen über ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro. Einzelheiten sind aber sehr umstritten.

Foto: kyodo/dpa

09:31
16.07.2020
Japans Hauptstadt Tokio verzeichnet einen Rekord an Neuinfektionen. Laut Stadtregierung gibt es 286 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtet. Japan hatte den Notstand Ende Mai aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei, hieß es damals. Die wieder steigende Zahl der Neuinfektionen schürt die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle.
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie gab es in Japan bisher mehr als 23.700 bestätigte Infektionsfälle, rund 1.000 Menschen starben. Als Problemzonen gelten unter anderem Tokios Nachtclubs. Auch gibt es Berichte über Cluster in Theatern, Büros und Pflegeeinrichtungen.

Symbolbild: Ted S. Warren/AP/dpa