Vor dem EU-Gipfel fordert die deutsche Wirtschaft eine rasche Einigung auf den milliardenschweren Plan zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. Das sei "zentrale Voraussetzung, um den wirtschaftlichen Erholungsprozess in der EU rechtzeitig in Schwung zu bringen", erklärt der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Industrie, Joachim Lang. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) appelliert an die Einheit der EU und bezeichnet die Corona-Wirtschaftskrise im rbb-Inforadio als "schwerste wirtschaftliche Delle" seit dem Zweiten Weltkrieg.
Der BDI erwartet für dieses Jahr einen Wirtschaftseinbruch um bis zu neun Prozent in der EU. Die offizielle Prognose liegt bei minus 8,3 Prozent. Das bedeutet die schlimmste Rezession in der Geschichte der EU. Die Staats- und Regierungschefs beraten bei dem Gipfeltreffen ab morgen über ein Wiederaufbauprogramm im Umfang von 750 Milliarden Euro. Einzelheiten sind aber sehr umstritten.