Aus Sicht der NRW-Landesregierung können lokale Ausreisebeschränkungen bei Corona-Hotspots hilfreich sein. Sie müssten aber "mit Blick auf einen realistischen effektiven Vollzug räumlich und zeitlich klar begrenzt sein", sagt ein Regierungssprecher dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Maßnahmen in einer neuen Hotspot-Strategie müssten "schnell und effektiv sein". Ihre Verhältnismäßigkeit müsse dadurch gewahrt werden, "dass sie noch mehr als bisher auf das lokale Ausbruchsgeschehen fokussiert werden".
Andere Bundesländer sehen die Überlegungen für lokale Ausreisesperren in Regionen mit einem starken Corona-Ausbruch kritisch bis ablehnend. Morgen wollen Kanzleramtschef Helge Braun und die Chefs der Staatskanzleien der Länder über das Thema weiter beraten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor für lokale Ausreiseverbote geworben.