Basketball-Profi Moritz Wagner hat die Corona-Maßnahmen vor dem Finalturnier der nordamerikanischen NBA ausdrücklich gelobt, die politisch-gesellschaftliche Situation in seinem Gastland USA aber deutlich kritisiert. "Was das betrifft, hat sich Amerika bislang nicht mit Ruhm bekleckert. Da gibt es natürlich auch teamintern viele Diskussionen. Amerikaner sind schon echt krass drauf", sagt der 23-Jährige vom Hauptstadt-Club Washington Wizards in einem rbb-24-Interview. "Ich finde in Amerika schwierig, dass die Staaten so ein wenig gegeneinander buhlen. Jeder Staat macht es irgendwie anders. Es hat viel mit Republikanern und Demokraten zu tun - und jeder hat seine eigene Agenda." Derzeit sind 22 NBA-Clubs in Hotels auf dem Disney-Gelände in Florida streng isoliert, bevor ab Ende Juli die Saison zu Ende gespielt werden soll. "Sehr spektakulär" findet Wagner die Möglichkeiten, die dort in kürzester Zeit geschaffen wurden. "Zum Beispiel gibt es an jedem Tag einen Corona-Test. Die Zahl der Leute, die hier herumrennen und einfach nur für uns arbeiten - das ist unglaublich. Es ist alles sehr reglementiert und organisiert."