Die Corona-Pandemie hat laut Forschern bei einigen Menschen die innere Uhr durcheinander gebracht: Viele haben den Lauf der Zeit während der ersten Corona-Welle anders wahrgenommen als sonst, geht aus einer in der Fachzeitschrift PLOS ONE veröffentlichten Studie britischer Wissenschaftler hervor. Ein Team der John-Moores-Universität in Liverpool befragte dafür rund 600 Menschen in Großbritannien zwischen dem 7. und 30. April in einer Online-Umfrage zu Zeitempfinden, Gemütszustand und persönlichen Umständen.
Mehr als 80 Prozent der Befragten gaben an, die Zeit der Kontaktbeschränkungen sei für sie entweder schneller oder langsamer vergangen als sonst. Wer älter und unzufrieden mit dem Maß seiner sozialen Kontakte war, für den verging die Zeit häufig langsamer. Wer jünger und zufriedener war, verspürte eher eine Beschleunigung der Ereignisse.