Letztes Update:
20210102013048

01:13
13.07.2020
Nach der bolivianischen Interimspräsidentin Jeanine Áñez hat sich auch der Wirtschaftsminister des südamerikanischen Landes angesteckt - als bereits vierter Minister des Andenstaates in diesem Monat. Er gebe die Führung des Ressorts vorübergehend ab, während er sich zur Beobachtung in einem Krankenhaus aufhalte, erklärt Oscar Ortiz in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Es gehe ihm aber gut. Vor ihm war unter anderem bei Gesundheitsministerin Eidy Roca eine Infektion mit dem Virus bekannt geworden. Auch die Senatspräsidentin Eva Copa steckte sich nach eigenen Angaben an.

Kurze Pause in einem Test-Zelt des malaysischen Gesundheitsministeriums in Kuantan. Symbolfoto: Mohd Faizol Aziz/BERNAMA/dpa

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13.07.2020
Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Amnesty International zufolge in der Pandemie in vielen Ländern durch schlechte Arbeitsbedingungen gefährdet. In einigen Staaten müssen sie sogar mit Repressalien rechnen, wenn sie Missstände benennen. So fehle es häufig an Schutzkleidung und angemessener Bezahlung. In einigen Ländern wurden Ärzte, Pfleger oder andere Beschäftigte festgenommen oder anderweitig unter Druck gesetzt, nachdem sie sich beschwert hatten. Dem Bericht zufolge gab in fast allen der 63 betrachteten Länder und Regionen Berichte über mangelnde Schutzkleidung. Wie viele Beschäftigte im Gesundheitswesen inzwischen weltweit an Covid-19 gestorben sind, ist nicht bekannt. Amnesty verzeichnete 3000 Todesfälle in 79 Ländern, die echte Zahl dürfte aber weit höher liegen. Oft ist auch die Bezahlung schlecht.
Im Südsudan erhalten dem Bericht zufolge Ärztinnen und Ärzte im Staatsdienst seit Februar kein Gehalt mehr. In Malaysia sei eine friedliche Demonstration von Reinigungskräften aufgelöst, mehrere Teilnehmer seien festgenommen worden. In Ägypten wurden, so Amnesty, mehrere Beschäftigte im Gesundheitswesen wegen der sehr weit gefassten Tatbestände "Verbreitung falscher Nachrichten" und "Terrorismus" angeklagt. Auch in Russland wurde zwei Ärztinnen den Angaben zufolge mit Konsequenzen gedroht, nachdem sie über den Mangel an Schutzausrüstung geklagt hatten. Die Mitarbeiterin eines Pflegeheims in den USA verlor ihren Job, nachdem sie per Facebook mehr Schutzkleidung gefordert hatte.