Letztes Update:
20210102013048

17:45
12.07.2020
Der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow hat Bedenken gegen zu hohe Ausgaben für Corona-Hilfen geäußert. "Ich wünsche mir, dass wir die Krise nutzen, um mutiger an Reformen zu gehen, statt nur riesige Summen über dem Land auszuschütten", sagte der Linken-Politiker der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Es wundere ihn sehr, dass viele seiner Kollegen in den Ländern, die bisher Verfechter der schwarzen Null gewesen seien, nun "die Zauberkünstler im Geldausgeben" seien. "Einige haben eine Art Wettbewerb ausgerufen, wer die höchsten Kreditlinien beschließt." 
Seiner Meinung nach müsste es jetzt erst einmal einen Kassensturz geben. Viele Hilfsgelder würden gar nicht abgerufen. Zugleich müsse sich die Politik zurzeit auch von geliebten Projekten verabschieden, sagte Ramelow. In Thüringen etwa werde es das von seiner Partei geplante beitragsfreie dritte Kindergartenjahr vorerst nicht geben. "Dinge, für die wir jetzt kein Geld haben, müssen hinten angestellt werden."

Foto: Jörg Carstensen/dpa

16:57
12.07.2020
FDP-Partei- und Fraktionschef Christian Lindner hat in der Corona-Krise den mitmenschlichen Kontakt noch mehr zu schätzen gelernt. Im Sommerinterview der ARD sagte er auf die Frage, ob es wegen der Corona-Pandemie Dinge gebe, die er in seinem Leben verändern wolle: "Ich glaube, wir haben einen anderen Blick auf Reisen. Und auf der anderen Seite auch erlebt, wie wichtig der mitmenschliche Kontakt ist."
Er habe "auch die vielen Videokonferenzen gemacht, aber das ist nicht dasselbe wie ein Gespräch unter Menschen, wo man auch ganz andere Signale und Botschaften wahrnimmt als nur vor einem Bildschirm zu sitzen". In der FDP-Parlamentsfraktion setze man jetzt zwar einerseits mehr auf Onlineformate, aber es habe auch der persönliche Austausch eine neue Bedeutung bekommen.