Der
Ausschluss von Hunderten Corona-Infizierten von den Regionalwahlen am morgigen Sonntag im
Baskenland und Galicien sorgt in Spanien für Ärger. Medien und Experten kritisierten die Entscheidung der zuständigen Behörden,
insgesamt knapp 500 Menschen mit einem Wahlverbot zu belegen, in aller Schärfe. Der angesehene Professor für Verwaltungsrecht Andrés Betancor spricht im Interview mit der Zeitung
"El Mundo" von einer
"Ungeheuerlichkeit".
Der Verfassungsrechtler Xavier Arbós bezeichnet den Ausschluss von Hunderten von Stimmberechtigten als
"rundweg verfassungswidrig". Betroffen sind Medienberichten zufolge
nicht nur Covid-Kranke,
die unter Quarantäne stehen, sondern auch
registrierte Infizierte ohne Symptome und
sogar Menschen mit Corona-Symptomen, die sich einem PCR-Test unterzogen, das Ergebnis aber noch nicht erhalten haben.