Letztes Update:
20210102013048

23:40
10.07.2020
Der Bewerber um den CDU-Vorsitz Norbert Röttgen plädiert dafür, Hilfen aus dem geplanten europäischen Wiederaufbaufonds an konkrete Projekte zur Modernisierung der Volkswirtschaften zu knüpfen. Die von der EU-Kommission vorgenommene Aufteilung der vorgesehenen 750 Milliarden Euro auf die Länder sei falsch. "Das Prinzip muss lauten: Erst das Projekt und dann das Geld - nicht umgekehrt", sagt Röttgen den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Steuererhöhungen zur Finanzierung der Hilfsprogramme lehnt Röttgen ab. "Steuererhöhungen sind Gift, wenn wir Investitionen befördern, den Konsum antreiben und die Wirtschaft wieder in Gang bringen wollen." Als "fatales Signal" weist Röttgen zudem Überlegungen der europäischen Christdemokraten zurück, den "Green Deal" - das 1000-Milliarden-Programm für eine klimaneutrale Wirtschaft - auf Eis zu legen, um die Unternehmen in der Corona-Krise nicht zu überfordern. Klimaverträglichkeit sei keine Belastung. "Wir müssen innovativ sein, neue Technologien erfinden, um wirtschaftlichen Erfolg mit Klimaverträglichkeit zu verbinden."

Bald wieder volles Haus im Stadion Alte Försterei? Foto: Soeren Stache/dpa/Archiv

07:40
12.07.2020
UPDATE | Der Berliner CDU-Gesundheitspolitiker Tim-Christopher Zeelen reagiert mit Kopfschütteln auf die Pläne des 1. FC Union Berlin, trotz Corona im komplett gefüllten Stadion in die Saison starten zu wollen. "Ich finde es nahezu grotesk, jeden Zuschauer vorab testen zu lassen", so der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus. "Wer soll die Tests durchführen? Wer soll das am Einlass kontrollieren? Alles Fragen, die unbeantwortet bleiben", so Zeelen. "Deshalb halte ich die Diskussion zu diesem Thema für vollkommen verfrüht."
Auch Experten äußern Zweifel an der Machbarkeit des Plans von Union Berlin. "Weil der Test nur eine Momentaufnahme ist, ist aber nicht ausgeschlossen, dass trotzdem Zuschauer nach 24 Stunden positiv werden und somit andere Zuschauer im Stadion anstecken können", sagt der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit Schmidt-Chanasit der "Bild am Sonntag". Klaus-Dieter Zastrow vom Hygieneinstitut Berlin bringt jeweils zwei Tests für Fans vor dem Spiel als eine mögliche sicherere Variante ins Gespräch. Allerdings hält er den organisatorischen Aufwand für zu groß.