Letztes Update:
20210102013048

12:19
10.07.2020
Die US-Justiz hat Anklage gegen einen 62-Jährigen und seine drei Söhne erhoben, weil sie eine als MMS bekannte und giftige Bleich-Chemikalie als Wundermittel gegen das Coronavirus verkauft haben sollen. Sie hätten landesweit Zehntausende Flaschen davon über eine fiktive Kirche im Bundesstaat Florida vertrieben und es auch als Mittel gegen Krebs, Aids und andere Krankheiten angepriesen, heißt es in der veröffentlichten Klage. Der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) lägen Berichte von Todesfällen nach dem Konsum des Produkts vor. 
Den Männern werden unter anderem Betrug und Verstoß gegen das Arzneimittelrecht vorgeworfen. Ihnen drohten bis zu 17 Jahre Haft, schreiben US-Medien. Allein 2019 sollen sie eine halbe Million Dollar (rund 443.000 Euro) mit dem Mittel verdient haben, heißt es unter Berufung auf das Justizministerium. In der Pandemie seien die Einnahmen dann stark gestiegen.

Jens Spahn während eines Besuchs Anfang Juni in einem Labor eines Sanitätsmateriallagers. Foto: Guido Kirchner/dpa/Archiv

11:44
10.07.2020
Die Neuregelungen zur Ausweitung von Corona-Tests zeigen nach Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Wirkung. "Wir testen viel, wir testen im Zweifel lieber auch zu viel, aber wir testen immer mit System", erklärt der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Innerhalb von vier Wochen sei die Zahl der Tests bundesweit um mehr als die Hälfte gestiegen.

In der vergangenen Woche wurden demnach knapp 500.000 Patienten getestet - rund 175.000 mehr als vor einem Monat. "So konnten Infektionsketten nach lokalen Ausbrüchen des Virus schnell unterbrochen werden", so Spahn. Hintergrund ist eine Testverordnung, die am 9. Juni in Kraft getreten ist. Sie ermöglicht eine Ausweitung von Tests auf Kassenkosten auch ohne Krankheitsanzeichen, wenn Gesundheitsämter dies veranlassen.