Letztes Update:
20210102013048

19:16
08.07.2020
Während der Corona-Krise hat sich die Wilderei im ostafrikanischen Uganda Tierschützern zufolge etwa verdoppelt. Von Februar bis Juni seien in den Nationalparks des Landes 367 Fallen gefunden worden, so die ugandische Wildschutzbehörde UWA. Im gleichen Zeitraum 2019 waren es demnach 163. Der Anstieg ist den Tierschützern zufolge vor allem auf die Corona-Einschränkungen zurückzuführen. 
Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, stoppte Uganda internationale Flüge, setzte Tourismus in den Nationalparks aus und verhängte eine Ausgangssperre. "Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und Mitglieder der Gemeinden haben sich gegen die Tiere gewandt", sagt John Makombo, der Direktor für Tierschutz bei der UWA. Viele Menschen wildern aus finanzieller Not heraus. Zudem fehlen dem Tierschutz wegen der Corona-Maßnahmen die so wichtigen Einnahmen aus dem Tourismus.

Foto: Guido Kirchner/dpa

13:02
09.07.2020
UPDATE | Drei Wochen nach der Schließung des riesigen Fleischwerkes von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück gibt es noch keine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Produktion. Tönnies hatte dazu ein Hygienekonzept vorgelegt, das in einer nicht-öffentlichen Sitzung nun genau unter die Lupe genommen wurde. Für eine Gesamtbewertung sei es noch zu früh, so Regierungspräsidentin Judith Pirscher (FDP). "Wir haben alle ein großes gemeinsames Ziel: Sicherheit vor Schnelligkeit."
Die Produktionsschließung war bis zum 17. Juli verfügt worden. Der Landrat des Kreises Gütersloh, Sven-Georg Adenauer, hatte sich bisher skeptisch geäußert, ob dieser Termin zu halten sei und von Nachbesserungsbedarf am Hygienekonzept des Branchenführers gesprochen.

18:38
08.07.2020
Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat wegen der Corona-Krise gewarnt, über ein Drittel seiner Mitarbeiter in unbezahlten und unfreiwilligen Zwangsurlaub zu schicken. Rund 36.000 Beschäftigte würden in Kenntnis gesetzt, dass ihnen ab Oktober dieses Schicksal drohen könnte, teilt das Unternehmen der Belegschaft in einem Rundschreiben mit. Nicht alle, die eine solche Warnung erhielten, werde es zwangsläufig treffen, so United. Zunächst will das Unternehmen weiter auf freiwillige Lösungen setzen.
Die US-Regierung hat den heimischen Fluggesellschaften wie United mit Milliarden an Staatshilfen unter die Arme gegriffen, doch die Lage blieb kritisch. United schrieb im ersten Quartal einen Nettoverlust von 1,7 Milliarden Dollar und warnte, im zweiten Quartal zwischen 40 Millionen und 45 Millionen Dollar pro Tag einzubüßen. Experten rechnen nicht mit einer raschen Erholung der Branche.