Letztes Update:
20210102013048

11:55
03.07.2020
Die Universität von Alabama geht Gerüchten nach, wonach sich ihre Studenten in der US-Stadt Tuscaloosa gezielt zu Partys mit Corona-Infizierten verabredet haben sollen. Die Berichte seien schon länger bekannt, man habe aber bislang keine Teilnehmer solcher Aktivitäten identifizieren können, teilt die Universität mit. Der Feuerwehrchef der Stadt, Randy Smith, bestätigte bei einer Stadtratssitzung am Dienstag, dass junge Leute Partys veranstaltet und positiv Getestete eingeladen hätten. 
Mehrere US-Medien berichten unter Berufung auf eine Stadträtin, dass es bei den Feiern darum gegangen sein soll, sich möglichst schnell mit Sars-CoV-2 anzustecken. Die Studenten hätten vorher Geld in einen Topf geworfen, das dann an die erste positiv getestete Person ausgezahlt werden sollte. Ob sich dabei tatsächlich jemand infiziert hat, ist nach Medienberichten nicht bekannt. Im US-Bundesstaat Alabama mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern haben sich nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität bislang über 40.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Fast 1000 sind an oder mit dem Virus gestorben. 

11:41
03.07.2020
US-Präsident Donald Trump begründet den rasanten Anstieg der Fallzahlen in den USA erneut damit, dass in dem Land weitaus mehr auf das Virus getestet werde. "Es gibt eine Zunahme der Coronavirus-Fälle, weil unser Testverhalten so massiv und so gut ist, viel größer und besser als in jedem anderen Land", schrieb er auf Twitter. Dies seien großartige Neuigkeiten. Außerdem sei die Sterblichkeitsrate zurückgegangen, und jüngere Menschen erholten sich viel leichter und schneller.
Trump hat wiederholt die Zunahme der Fallzahlen mit der Ausweitung der Tests begründet. Kritiker werfen ihm vor, das Infektionsgeschehen herunterspielen zu wollen. Sie verwiesen auf eine steigende Zahl von Krankenhauseinweisungen. Sie machen außerdem geltend, dass bei einer Ausweitung der Tests die Anzahl der positiven Resultate zurückgehen oder zumindest gleichbleiben müsste, wenn Trumps These stimmen sollte. Auch renommierte Experten weisen Trumps Begründung zurück und machen vorrangig die Lockerung von Beschränkungen für den Anstieg verantwortlich.