Letztes Update:
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Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

10:22
03.07.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weist eine persönliche Verantwortung für Versäumnisse zu Beginn der Corona-Krise zurück. Insbesondere bei der Frage, ob noch früher noch mehr Masken hätten beschafft werden müsste, verteidigt der Unionspolitiker den damals eingeschlagenen Kurs. "Hätten wir schon früher beginnen sollen, Schutzmasken zu kaufen? Ja, natürlich", sagt Spahn dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Gleichzeitig fügt er hinzu, er habe sich nicht bewusst gegen den Kauf von mehr Schutzmasken entschieden. 
Denkbar sei außerdem dass es in Zukunft häufiger Pandemien geben werde. Zudem warnt der Minister vor anderen Gefahren als Viren. "Experten warnen zunehmend auch vor Bakterien. Wenn die Resistenzen gegen Medikamente zunehmen, sind diese Szenarien mindestens so erschreckend wie die zu neuen Viren", sagt Spahn. Auch der Bioterrorismus sei eine reelle Gefahr.

Foto: Stefan Jaitner/dpa

10:09
03.07.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass bislang rund 300 Covid-19-Infektionen über die deutsche Corona-Warn-App gemeldet wurden. Das sagt der CDU-Politiker in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel". Spahn bezieht sich dabei auf "die Zahl der Verschlüsselungscodes", die von der zugehörigen Telefon-Hotline ausgegeben wurden. "Mehr wissen wir aus Datenschutzgründen nicht", sagt Spahn.  
Die App wurde nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag inzwischen 14,6 Millionen Mal auf Smartphones geladen. Das sei häufiger als ähnliche Apps in allen anderen EU-Ländern zusammen, sagt Spahn. Allerdings warnt der Minister davor, die neue Anwendung zu überschätzen. "Die App ist ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen. Sie ist kein Allheilmittel. Wir müssen trotzdem weiter aufeinander achtgeben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten."