Protest mit Sexpuppen: Mehrere Dutzend Prostituierte demonstrieren vor dem Bundesrat für eine Wiedereröffnung der Bordelle in der Pandemie. Die Branche werde in die Illegalität getrieben, heißt es auf Transparenten. Die Sexarbeiterbranche brauche mehr finanzielle Unterstützung. Prostituierte haben seit Mitte März Arbeitsverbot. Dass es keine Lockerungen gebe, sei sowohl für den Berufsverband der Sexarbeiter als auch für Bordellbetreiber unverständlich, heißt es in einer Erklärung. Denn andere Branchen mit körpernahen Dienstleistungen wie Massagesalons, Tantrainstitute, Tattooläden oder Saunen dürften wieder öffnen. Auch für Sexarbeit seien in Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern bereits Hygienekonzepte erarbeitet worden.
Nachbarländer wie Österreich haben Sexarbeit inzwischen wieder erlaubt - aber nur mit Maske. Auch in Deutschland prüfen einzelne Bundesländer bereits Möglichkeiten für Lockerungen, darunter Thüringen.