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Warnt vor einer Deflationsgefahr in der Eurozone: Olli Rehn. Foto: Emmi Korhonen/Lehtikuva/doa/Archiv

08:30
02.07.2020
Das finnische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Olli Rehn, warnt wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vor sinkenden Preisen in der Eurozone. "Die Gefahr einer Deflation ist wieder aufgetreten", so Rehn in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Man habe es mit einer Angebots- und einer Nachfragekrise zu tun. Vor allem aber fehle im gemeinsamen Währungsraum die Nachfrage, was tendenziell die Preise drücke, erklärt der Präsident der finnischen Notenbank weiter.
In der Eurozone ist die Inflation im Juni zwar etwas gestiegen, sie hielt sich mit 0,3 Prozent aber nur knapp über der Nullmarke. In den kommenden Monaten rechnen Experten wegen der Corona-Krise mit einer weiter schwachen Preisentwicklung.

Ungarns Ministerpäsident Viktor Orban. Foto: Jaroslav Novák/TASR/dpa/Archiv